Tag der Luft- und Raumfahrt des DLR
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- Veröffentlicht am Samstag, 17. September 2011 09:45
- Geschrieben von Nicole
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Am Sonntag, 18. September 2011 öffnet das DLR (Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt) zum 11. Mal seine Pforten und lädt zum "Tag der Luft- und Raumfahrt" in Köln-Porz ein. Von 10-18 Uhr können diverse Attraktionen besucht werden. U.a. das Parabelflugzeug Airbus A300 ZERO-G, die fliegende Sternwarte SOFIA (Boeing 747), Flugzeuge der Luftwaffe und der Airbus A380. Die Flugzeuge können sogar von innen besichtigt werden. Ich freue mich vor allem auf die SOFIA, Marcel kann es kaum erwarten, den A380 von außen und innen zu sehen.
An diesem Tag können aber nicht nur Flugzeuge besichtigt werden, sondern es werden auch diverse Vorträge von Astronauten, Ingenieuren, Wissenschaftlern, Mitarbeitern des DLR gehalten und deren Arbeiten vorgestellt. So kann man sich einen kleinen Einblick über deren Forschungsfeldern verschaffen.
Für weitere Informationen bzgl. des Programms und der Anreise sei auf den Link
http://www.tagderluftundraumfahrt.de
verwiesen.
Auch für Kleinen wird viel gemacht. Sie sind lt. DLR die VIPs an diesem Tag und brauchen zum Besuch der Attraktionen - wenn sie eine der Monsterführungen besuchen - nicht Schlangestehen.
Der A380 soll zwischen 17 und 18 Uhr auf dem Flughafen Köln Bonn landen, während die SOFIA bereits in den frühen Morgenstunden dort eingetroffen ist.
Es werden etwa 100.000 Menschen erwartet. 6 Parkplätze sind vorhanden, von wo aus man mit dem Shuttlebus zum Eingang gefahren wird oder aber den Eingang in Köln Wahn am Scheuermühlenteich. (nur zu Fuß oder mit dem Rad).
Wir freuen uns schon und werden morgen früh um 6 Uhr los fahren, um pünktlich einzutreffen.
Sonntag, 18. September 2011 - Das Event
Heute besuchten Marcel und ich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Kurz: DLR). Das DLR lud zum Tag der Luft- und Raumfahrt und u.a. sollten der A380, die SOFIA und der A300 Zero von innen besucht werden können.
Wir fuhren um halb 8 mit dem Auto los und erreichten das DLR Gelände gegen 9 Uhr. Öffnen sollte es allerdings erst um 10 und so hatten wir noch eine Stunde Wartezeit vor uns. Da es leider in Strömen regnete, blieben wir unter dem Vordach zum Eingang stehen. Es waren schon einige Leute mit uns dar und wir überlegten, dass wir zuerst zu den Flugzeugen gehen wollten.
Die Mitarbeiter des DLR öffneten schon um halb 10 die Pforten und die Besucher strömten herein. Wir gingen schnellen Schrittes hinter drei Jungs her, die wussten, wie sie zu den Flugzeugen gelangen. Ausgeschildert waren diese nämlich nicht. Wir mussten einen ganz schön weiten Weg zurücklegen und es wurden immer mehr Leute, denn auch der zweite Eingang hatte die Türen bereits geöffnet und so kamen die Leute aus allen Richtungen.
Wir erreichten schon bald das Gelände, auf dem die Flugzeuge standen. Da ich dachte, dass man einfach so zur SOFIA gehen kann, entfernten wir uns von der Masse und wunderten uns, dass alle anderen in eine andere Richtung gingen. Als wir dann sahen, dass um die Flugzeuge herum ein Zaun aufgebaut war, wussten wir warum. Man musste nämlich erst noch durch eine Sicherheitsschleuse. Das war blöd. Vor der Sicherheitsschleuse staute es sich schon und es wurden immer mehr Menschen. Also reihten wir uns schnell ein und warteten.
Es gab nur zwei Schleusen, was ich bei der Masse an Leuten sehr unorganisiert fand. Bei uns war die Schlange noch „relativ“ klein aber mit der Zeit wurde sie immer länger und länger. Zum Glück hatten wir nicht so viel Zeit verloren, den Eingang zu suchen. Wir warteten eine halbe Stunde, bis wir dran waren. Ein zusätzliches Problem an der Sicherheitsschleuse trat auf, als immer mehr VIP Gäste kamen. Diese mussten ihre Taschen in dieselbe Schleuse legen wie wir (und wurden natürlich bevorzugt behandelt). Da wir genau an dieser Schleuse standen, ging es manchmal gar nicht voran. Aber dann waren wir endlich dran, gingen durch und liefen in Richtung A 380. Der Weg war so angelegt, dass man unwillkürlich zuerst am A380 vorbeikam und auf dem Rückweg zur SOFIA gehen konnte. Neben dem A 380 stand die Maschine der Bundesrepublik Deutschland. Diese konnte allerdings leider nicht von innen besucht werden.
Der A 380 auf dem Gelände war ein Testflugzeug. Daher waren die Wände nicht abgedeckt und es gab keine regulären Sitze. Die Sitzbänke im Flugzeug dienten zur Simulation. An Stelle von Sitzen standen dort auch Fässer, die das Gewicht von Passagieren mimen sollten. Fand ich sehr interessant, so konnte man sehen, was sich alles hinter der Fassade befindet. Ins Cockpit durfte man aber leider nicht. Sehr schade, darauf hatte ich mich schon gefreut. Wir liefen von oben nach unten durch das Flugzeug und bestaunten am Ende die riesige Serveranzahl, die in dem A380 untergebracht war und eine immense Wärme erzeugte.
Vom A 380 gingen wir dann schnurstracks zur SOFIA. SOFIA steht für Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie und ist eine spezielle Anfertigung der Boeing 747 zur Erforschung des Weltraums. In ihr befindet sich ein Teleskop, welches Daten im Infrarotbereich misst. Für Informationen rund um die SOFIA sei auf die Seite des DLR verwiesen.
Zum Eingang der SOFIA mussten wir noch ein wenig warten. In einem Vorzelt gab es jede Menge Informationen und der Pilot der 747 verteilte Autogramme. Langweilig war es nicht. Im Zelt wurden dann die Gruppen abgeteilt, die mit einem Wissenschaftler ins Flugzeug gingen. Dieser erklärte ein paar Dinge über den Auftrag der SOFIA und die Einrichtung. Da wir ganz hinten standen, bekamen wir leider nichts mit aber ein NASA Angehöriger stand direkt hinter uns und erzählte uns ein wenig auf Englisch von der SOFIA und was er an Bord des Flugzeuges für Tätigkeiten ausübt. Das war richtig nett und interessant.
Nachdem wir auch die SOFIA gesehen hatten, gingen wir aus dem Sicherheitsbereich hinaus. Die Schlange hinein zog sich schon sehr weit nach hinten und später wurde das Gelände wegen Überfüllung kurzzeitig geschlossen. Wir waren wirklich froh, dass wir mit unserer Entscheidung alles richtig gemacht hatten. Wir schauten uns nun die diversen, anderen Flugzeuge der Bundeswehr und des DLR an und gingen danach auf den anderen Teil des Geländes, wo wir unter anderen den Sonnenofen betrachteten und in ein Testzentrum gingen. Hier konnten wir einen Blick in das Kontrollzentrum für die Rosetta Sonde werfen. Im Moment ist dort allerdings alles ruhig. Die Rosetta Sonde soll 2014 auf einem Kometen landen und diesen erforschen. (siehe hier)
Wir gingen noch einmal zu dem Gelände, wo die Flugzeuge standen und betrachteten die weiterwachsende Schlange vor dem Sicherheitscheck. Die Leute würden doch niemals alle heute noch darein kommen… An allen anderen Flugzeugen hatten sich mittlerweile auch lange Schlangen gebildet, so dass wir nun wieder zum Ausgang gingen und heim fuhren.
Der A 300 Zero traf leider erst abends ein und so konnten wir diesen nicht mehr besuchen.


