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Bremen und Hamburg

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Schon lange wollten wir mal einen Stadttrip mit der Bahn nach Bremen und Hamburg machen. Wir hatten Anfang des Jahres bereits die Zugverbindungen rausgesucht und festgestellt dass man mit dem Schönem-Wochenende-Ticket der Deutschen Bahn ohne große Probleme von Gelsenkirchen nach Bremen und Hamburg an einem Tag fahren kann.

Nun stimmten die Wetterprognosen und der Wecker klingelte um 04:30 Uhr. Wir fuhren gegen 05:00 Uhr mit dem Auto nach Gelsenkirchen um dort um 05:53 Uhr den Zug nach Münster zu nehmen. Von hier ging es weiter nach Osnabrück. In Osnabrück angekommen hatten wir nun eine knappe Stunde Zeit und wollten einen Cache suchen. "Letterbox Osnabrück - Tore zur Welt" (GC2MG9D) sollte es sein. Station 1 konnten wir nach ein wenig Sucherei finden und auch am toll gemachten Final wurde ich letztendlich noch fündig. Das wäre sonst auch echt ärgerlich gewesen, vor dem Cache zu stehen und nicht loggen zu können. Von hier gingen wir wieder zurück zum Hbf und kauften unterwegs noch eine Kleinigkeit beim Bäcker.

Nach einer weiteren knapp 1-stündigen Zugfahrt erreichten wir unser erstes Tagesziel Bremen.

Am Hauptbahnhof angekommen bewunderten wir erst einmal die unter Denkmalschutz stehende Empfangshalle des Bahnhofs. In der Halle ist ein wunderschönes Wandmosaik aus den 20er Jahren gut erhalten und signalisiert uns das Bremen besonders für die Bremer Stadtmusikanten bekannt ist.

Wandmosaik

Bahnhof Bremen

Zu Fuß ging es nun in Richtung Innenstadt. Vorbei an der Mühle am Wall, die noch die einzig erhaltene Mühle in der Innenstadt ist, ging es in die durch moderne Architektur geprägte Innenstadt der Hansestadt.

Mühle

Wir flanierten ein wenig durch die Katharinenpassage welche sich in den ehemaligen Gemäuern des Katharinenklosters befindet. Hier reihen sich Designer-Läden und hochpreise Gastronomen aneinander.

Weiter gings durch die Innenstadt, mit eher austauschbarem Innenstadtflair, zum St. Petri Dom. Der Dom, welcher bereits im 11. Jahrhundert erbaut und mehrfach zerstört und restauriert wurde, besticht durch seine schlichte, für evangelische Bauten übliche, Architektur. Wir besichtigten den Dom und bewunderten die alte erhaltene Kirchuhr.

St. Petri Dom

Direkt in unmittelbarer Nähe des Doms erreichte wir nun das Gebäude des Bremer Senats sowie das von der UNESCO als Weltkulturerbe erklärte Bremer Rathaus und der Bremer Roland.
Der Bremer Roland ist, neben den Bremer Stadtmusikanten, das Wahrzeichen der Hansestadt. Die Statue, mit einer Höhe von 10,21 Meter die höchste erhaltene Statue aus dem Mittelalter, wurde bereits 1404 auf dem Rathausplatz errichtet und steht symbolisch für die Marktrechte und Freiheitsrechte die der Kaiser der Stadt verliehen hat.

Rathaus Bremen

Roland

Haus der Handelskammer

Hinter dem Roland, direkt am Westportal des Rathauses, umringt von einer Menschentraube erbklickten wir dann die seit 1953 dort stehende Bronzestatue der Bremer Stadtmusikanten. Die Statue erinnert an das Märchen der Brüder Grimm.  Als Wahrzeichen der Stadt erblickt man an unterschiedlichen Orten immer wieder neue Darstellungen der Stadtmusikanten ( so z.Bsp. am Bahnhof oder in der Böttcher Straße.)

Bremer Stadtmusikanten

Vom Rathaus wollten wir uns nun ein wenig die Weser anschauen und erreichten diese auch durch ein weiteres Highlight der 325 qkm großen Stadt: Die Böttcherstraße

Böttcherstraße

Die ca. 100m lange Straße besticht durch Ihre alten Gebäude die in der Zeit von 1922 bis 1931 erbaut wurden.  Eine wunderschöne Straße mit herrlichen kleinen Geschäften.

Am Ende der Straße erwartete uns nun ein weiterer Cache. "T & D 038 - Gotteshäuser: St. Martini (GCYEB5)". Den am Dom konnten wir trotz Hint und Spoiler nicht finden, daher waren wir umso glücklicher, dass wir hier zugreifen konnten und somit unseren 1. Cache in Bremen loggten.

Wir gingen nun zur Weser-Promenade und flanierten dort bis zum Webcamcache "Schlachte" (GCJ8H7) entlang. Vorbei an zahlreichen Trödelmarktständen erreichten wir bald das Schnoorviertel.

Auf der Promenade

Das aus dem Mittelalter erhaltene Viertel versprüht ein herrliches Flair. Zahlreiche Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind noch erhalten. Die alten Häuser, die schmalen Gassen und die kleinen Geschäfte ( unter anderem einem im Sommer skurril wirkendem Weihnachtsartikel-Laden) waren wirklich sehenswert. Das Viertel verdankt seinem Namen dem alten Schiffshandwerk. Früher gab es hier einen Bereich, in dem Seile und Taue hergestellt wurden (Schnoor = Schnur) und einen benachbarten Bereich, in dem Draht und Ankerketten gefertigt wurden (Wieren = Draht)

Schnoor

Nun war auch schon die Zeit gekommen die Stadt zu verlassen. Wir gingen an der Promenade entlang zurück zum Hbf und beantworteten unterwegs noch die Fragen für den Earthcache "Weserpegel Bremen" (GC2429T). Wir genossen die Aussicht und gingen durch die Innenstadt zum Bahnhof.

Unsere Reise führte weiter Richtung Hamburg.

Das wir nun in der zweitgrößten Stadt Deutschlands angekommen waren konnten wir am überfüllten Hamburger Hauptbahnhof am eigenem Leibe erkennen. Auf den Bahnsteigen drängelten sich Menschenscharren und es wimmelte nur so von Menschen.

Vom Bahnhof gingen wir durch die überfüllte Hamburger Innenstadt, auch hier wieder Innenstadtflair wie in jeder großen Stadt, zur St. Petri Kirche.

Die St. Petri Kirche, ist bezogen auf ihrer Gründung, die älteste Pfarrkirche Hamburgs. Doch uns interessierte hier nicht die durch Schlichtheit bestechende Einrichtung der Kirche sondern ihr 132 Meter hoher Turm. Dies ist der zweithöchste ( nach dem Ulmer Münster ) begehbare Kirchturm und sollte  uns doch schöne Ausblicke auf die Stadt liefern. Nachdem wir unseren Eintritt ( 3€ je Person ) bezahlten hatten und auf die Warnungen der Mitarbeiter gehörten hatten und unseren Rucksack / Jacke hinterlegt hatten ging es auf die 544 Stufen. Die Dame an der Anmeldung hatte uns bereits über die Saunaähnlichen Temperaturen in der Spitze der Kirche gewarnt doch es kam schlimmer als wir uns vorgestellt hatten. Die Hitze stieg mit jedem Meter den wir weiter die Treppen hochstiegen. Oben angekommen hatten wir zwar einen herrlichen Blick über die 755 qkm große Hansestadt doch der Schweiß lief uns am ganzen Körper runter. Und auch unseren 1. Cache in Hamburg konnten wir hier finden. 544-2 bis in die Spitze (GCR10B).

Blick über Hamburg

Nach dem Ausblick von der Kirche liefen wir zum nahegelegenen, 1897 fertiggestellten ,Hamburger Rathaus.
Nach einem Blick im Rathaus, welcher gleichzeitig der Sitz des Senats (Landesregierung) beinhaltet, bewunderten wir den Innenhof mit dem Hygieia-Brunnen. Hier befindet sich auch die Hamburger Börse.

Rathaus

Nach dem Innenstadtaufenthalt fuhren wir nun mit der U-Bahn zu den Hamburger Landungsbrücken um ein wenig Hafenflair aufzunehmen. Hier reihen sich die Hafenrundfahrtsschiffe aneinander und ein buntes Treiben von Touristen aus aller Welt läuft am Ufer der Elbe her.

Nur eine Bahnstation von hier entfernt ging es nun Richtung Speicherstadt. Die Speicherstadt, die größte auf Eichenpfählen gegründete Lagerhauskomplex steht seit 1991 unter Denkmalschutz und steht konträr zum dahinter liegendem neu gegründetem, komplett designten Stadtteil HafenCity.
Als wir uns gerade den neuen Stadtteil anschauen wollten, standen wir vor der riesigen Hubbrücke, die hoch gefahren wurde. Ein technisches Schauspiel, wenn eine so große Brücke in Richtung Himmel zeigt.

Vorbei an der Dauerbestelle, Elbphilharmonie, spazierten wir nun ein wenig durch den neuen Stadtteil. Designerhäuser reihen sich hier aneinander – Eine Welt nur für die wirklich wohlhabenden Hamburger Bürger.

Speicherstadt

Auch zwei Caches konnten wir finden. "Kaispeicher A" (GCWR23) ist ein dreist versteckter Petling, den wir nach einiger Suche doch noch fanden. "Traditionsschiffhafen" (GC1GKF6) hingegen eine große Dose mitten im Muggeltreiben, bei der wir unsere TB´s loswerden konnten.

Nach diesem Rundgang wollten wir nun noch die berüchtigte Reeperbahn sehen. Also wieder ab in die U-Bahn und in wenigen Minuten aussteigen. Der Nahverkehr in Hamburg ist perfekt ausgebaut und man muss immer nur wenige Minuten bis zur nächsten Bahn warten.

Vorbei an unzähligen „Schmuddel“-Läden, obwohl diese hier eine gewisse Normalität ausstrahlen sollen, erreichten wir den Beatles-Platz am Eingang zur Großen Freiheit. Die Beatles sind hier als Silhouetten-Skulpturen aufgestellt und erinnern daran in Hamburg der Grundstein ihrer Karriere gelegt wurden.

Beatles Platz

Reeperbahn am Tag

Nach dem wir die Große Freiheit - vorbei an Clubs wo für eine 0,2 L Cola 25 € verlangt wird - hinter uns ließen, fuhren wir zum Hard Rock Cafe an den Landungsbrücken.

Nun war unser Tag in Hamburg auch schon vorbei und um 19:15 Uhr ging es mit der Bahn, erneut über Hamburg, Osnabrück und Münster, zurück nach Gelsenkirchen. Um kurz nach 1 Uhr nachts erreichten wir Gelsenkirchen. Mit dem Auto fuhren wir zurück nach Gladbeck.

Der Stadttrip war zwar anstrengend aber war ein absoluter Erfolg. Die Züge fuhren - bis auf ein wenig Chaos auf dem Rückzug von Hamburg nach Bremen - pünktlich und alle Top-Sehenswürdigkeiten konnten wir für äußerst wenig Geld sehen. Auch ein paar Caches konnten wir trotz der großen Ungenauigkeit und dem horrenden Muggelaufkommen finden.

   
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